Gold / USD 1.316,82Silber / USD 18,451Platin / USD 1.069,4Palladium / USD 684,65EUR / USD 1,11937

Börse-MATIF, Weizen Kontrakt Nr. 2 in € / t

Monat Jahrletzter HandelGeldBriefKurszeitSchluß Vortag
Sep 2016158,50  18:29:59158,50
Dez 2016164,00  18:29:59164,00
Mär 2017168,25  18:29:59168,25
Mai 2017171,00  18:29:59171,00
Sep 2017172,75  18:20:27172,75
Dez 2017175,00  17:17:07175,00
Mär 2018179,00  17:05:48179,00
Mai 2018181,00  17:51:24181,00
Sep 2018185,00  00:00:00185,00
Dez 2018185,00  00:00:00185,00
Mär 2019186,50  00:00:00186,50
Mai 2019185,75  00:00:00185,75

Börse-MATIF, Raps in € / t

Monat Jahrletzter HandelGeldBriefKurszeitSchluß Vortag
Nov 2016374,25  18:29:59374,25
Feb 2017373,00  18:29:59373,00
Mai 2017371,50  18:26:21371,50
Aug 2017357,50  18:26:21357,50
Nov 2017361,25  17:28:29361,25
Feb 2018365,25  00:00:00365,25
Mai 2018368,75  00:00:00368,75
Aug 2018359,75  00:00:00359,75
Nov 2018364,50  00:00:00364,50
Feb 2019370,50  00:00:00370,50

Themen

26.08.2016WirtschaftZuckerkartell-DMK-verklagt-Hersteller-auf-Schadenersatz-

Nun hat auch das Deutsche Milchkontor (DMK) Schadenersatzklage gegen die drei Zuckerhersteller Südzucker, Pfeifer & Langen und Nordzucker eingereicht. Bereits 2014 hatte das Bundeskartellamt Bußgelder in Höhe von 280 Millionen Euro erlassen, weil sie Preise und Vertriebsgebiete abgesprochen hatten. Zudem sehen sich die Zuckerfirmen mit Schadenersatzklagen von ca. 35 Zucker Verarbeitern in Höhe von bislang rund einer halben Milliarde Euro konfrontiert. Namhafte Kläger sind unter anderem Nestle, Friesland Campina, die Unternehmensgruppe Theo Müller sowie Katjes. (Quelle: Topagrar)

26.08.2016PolitikMehr Engagement gegen Klimawandel von Australien gefordert

Es gibt keine zweite Erde: Mit diesen Worten haben 154 australische Wissenschaftler ihren Regierungschef aufgefordert, die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen. In einem am Donnerstag veröffentlichten offenen Brief forderten sie von Ministerpräsident Malcolm Turnbull CO2-Emissionen und Kohleexporte substanziell zu reduzieren, solange dies noch möglich sei. «Es gibt keinen Planeten B. »Sie verweisen unter anderem auf Daten der US-Klimabehörde NOAA, nach denen der Juli dieses Jahres der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen vor 136 Jahren war. Australien hatte - wie mehr als 190 andere Staaten auch - im vergangenen Jahr das Pariser Klimaschutzabkommen beschlossen. Die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt soll demnach auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden, möglichst sogar auf 1,5 Grad. Da das Abkommen nicht bindend sei, bestehe aber die Gefahr, dass es von vielen Staaten nicht erfüllt werde, warnten die Unterzeichner. Die durchschnittlichen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre seien 2015 auf 400 ppm gestiegen und würden jährlich um weitere 3 ppm zunehmen. «Wir sorgen uns, dass die globale Erwärmung, verstärkt durch Rückkoppelungen durch das Schmelzen des Polareises, Methanaustritt aus Permafrost und großflächige Brände, unumkehrbar werden könnte.» (Quelle: proplanta)

26.08.2016PolitikEU verlängert Möglichkeit für Absprachen bei Milchproduktion

Brüssel - Landwirtschaftsbetriebe in Europa können länger als bislang geplant Absprachen über ihre Milchproduktion treffen. Die EU-Kommission und Vertreter der EU-Staaten einigten sich nach Angaben der Brüsseler Behörde am Donnerstag darauf, die bislang bis Oktober geltende Regelung um weitere sechs Monate zu verlängern. Bauern und Molkereien können sich demnach untereinander auf geringere Produktionsmengen einigen, ohne wegen unerlaubter Marktabsprachen rechtliche Probleme zu bekommen. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Maßnahme entscheidend dazu beitragen wird, die Stimmung am Markt zu heben und die Preise für Milchprodukte zu steigern», sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Die EU-Staaten stimmten demnach zudem dem Vorschlag der EU-Kommission zu, ein laufendes Subventionsprogramm für den Milchsektor zu verlängern. Die EU-Kommission übernimmt derzeit Kosten bei der privaten Lagerung von Milchprodukten. Damit wird das Angebot auf dem Markt reduziert und die Preise sollen gefestigt werden. Die Branche kann nun bis Ende Februar Magermilchpulver gegen Beihilfen vom Markt nehmen. Die Bauern und Landwirtschaftsunternehmen in Europa befinden seit geraumer Zeit unter Druck. Auf dem Weltmarkt wird mehr Milch angeboten als nachgefragt, viele Betriebe in der EU können nicht mehr ihre Kosten decken. Der Branche macht zudem der seit 2014 geltende russische Importstopp für etliche Agrarprodukte zu schaffen.(Quelle: proplanta)

26.08.2016GetreideIGC erwartet neue Rekordmarken

Diesmal 23 Mio. t mehr als vor einem Monat: Die globale Getreideernte klettert scheinbar ungebremst nach oben. Der Internationale Getreiderat (IGC) verweist aber auf schwache Weizenqualitäten, die den Überfluss in einigen Segmenten eindämmen. Um gleich 23 Mio. t höher als Ende Juli schätzt der IGC in seinen am Donnerstag veröffentlichten Zahlen die globale Getreideerzeugung 2016/17. Vor einem Monat hatte er ebenfalls schon einmal um 20 Mio. t aufgestockt. Russische Ernte füllt Lücken anderswo: Bei Weizen fällt vor allem die sehr große Ernteerwartung in Russland ins Gewicht. Der IGC nennt 70 Mio. t, was allerdings nicht die höchste Zahl im Markt ist. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat vor zwei Wochen 72 Mio. t geschätzt. Mit dieser Ernte würde Russland nach der Erwartung der Amerikaner in der laufenden Saison größter Weizenexporteur. Die hohe russische Weizenernte gleicht darüber hinaus Rückgänge aus, die sich in einigen EU-Ländern, allen voran in Frankreich, abzeichnen. Der IGC beziffert die französische Weizenernte (Weich- und Hartweizen) auf 30,5 Mio. t. und folgt damit der Schätzung der Statistikabteilung des Agrarministeriums in Paris, die Anfang August 29,1 Mio. t Weichweizen plus 1,4 Mio. t Hartweizen genannt hat. Insgesamt könnte die globale Weizenerzeugung in dieser Saison 743 Mio. t erreichen, meinen IGC und USDA jetzt übereinstimmend. Es wäre ein neues Rekordergebnis. Die Maiserzeugung wiederum erhält vor allem durch positive Prognosen in den USA Auftrieb. Der IGC rechnet mit einer globalen Maiserzeugung 2016/17 von 1,03 Mrd. t, ebenfalls in Übereinstimmung mit dem USDA. Die Menge würde wie bei Weizen eine neue Rekordmarke setzen. Weizenmarkt spaltet sich auf: Der IGC weist aber auch darauf hin, dass die Qualitäten von Brotweizen vielerorts durch eine verregnete Ernte gelitten haben. Deswegen fällt voraussichtlich viel Futterweizen an, und der Weizenmarkt wird sich aufspalten. Während Qualitätsweizen regional gesucht sein wird, erwartet der IGC ausgeprägten Angebotsdruck auf dem Futtergetreidemarkt, weil Mais ebenfalls überreichlich vorhanden ist. Über alle Getreideernten hinweg geht der IGC von einem Bestandsaufbau 2016/17 aus. Die Vorräte von Getreide (ohne Reis) könnten im Vergleich zu 2015/16 um 23 Mio. t auf 492 Mio. t anwachsen. Die Menge entspricht 24 Prozent des Jahresverbrauchs. Allerdings weist der IGC darauf hin, dass sich 200 Mio. t dieses Getreides, also mehr als 40 Prozent der globalen Vorräte, in China befinden. Das bedeutet zweierlei: Erstens sind die chinesischen Vorräte nicht frei für den Weltmarkt verfügbar. Zweitens sind die Mengen politische Manövriermasse der chinesischen Regierung. Plötzliche Markteingriffe können jederzeit Turbulenzen auf den globalen Märkten auslösen.(AZ)

24.08.2016WirtschaftEdeka-Mindestanforderungen stoßen bei Molkereigenossenschaften auf Besorgnis

Die kürzlich von Edeka vorgelegten „Mindestanforderungen zur Haltung von Milchkühen“ stoßen bei den Molkereigenossenschaften, deren Mitgliedern und bäuerlichen Eigentumsvertretern in den Gremien auf großes Unverständnis.

Edeka-Mindestanforderungen:Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Henning Ehlers, erklärte in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Edeka Zentrale, Markus Mosa, dass die geforderten Kriterien bei ihrer Umsetzung erhebliche Kosten verursachen und für die betroffenen Molkereien und Milchlieferanten einen erheblichen Dokumentationsaufwand nach sich ziehen würden. Teilweise seien die Kriterien wie der generelle Verzicht auf Anbindehaltung aufgrund der betrieblichen Strukturen „kurzfristig schlicht nicht umsetzbar“. Die Konsequenz wäre, dass Molkereien in einzelnen Regionen unter den angeführten Bedingungen für die Edeka-Eigenmarken „nicht mehr lieferfähig wären“, stellte Ehlers klar.Auf „völliges Unverständnis und Kritik“ stößt laut dem DRV-Hauptgeschäftsführer bei den Verbandsmitgliedern angesichts der derzeit wirtschaftlich angespannten Situation auf vielen Milchviehbetrieben, dass keinerlei Aussage bezüglich der preislichen Honorierung getroffen werde, wenn die Molkereien und damit die Milcherzeuger die höheren Anforderungen umsetzten. Es werde lediglich ein Hinweis auf die ökologische und gesellschaftliche Verantwortung des Edeka-Verbundes getätigt.„Auf Befremden“ stößt bei Ehlers zudem das Vorgehen Edekas, da in den Gremien der QS Qualität und Sicherheit GmbH in der Vergangenheit stets ein aus seiner Sicht „sehr konstruktiv empfundener Austausch“ habe gepflegt werden können. Er hätte sich gewünscht, so der DRV-Hauptgeschäftsführer, wenn die Behandlung der Haltungsbedingungen mit den Betroffenen diskutiert werde, „bevor Fakten geschaffen werden“. Ehlers hält einen solchen Austausch angesichts der ausgelösten Unruhe weiterhin für erforderlich.Der DRV-Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass die Milchwirtschaft durchaus offen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in der Milchviehhaltung sei. Bei der Weiterentwicklung der Standards im Qualitätsmanagement Milch (QM) hätten gerade die Kriterien für die Haltung, das Tierwohl und die Tiergesundheit eine besondere Beachtung gefunden.(proplanta)

24.08.2016Getreide10-Tage-Wettervorhersage für Deutschland vom 23.08.2016

Am Donnerstag bleibt es bei nur locker bewölktem oder wolkenlosem Himmel sonnig und trocken, nur ganz vereinzelt besteht im Tagesverlauf ein geringes Gewitterrisiko. Profiwetter 23.08.2016: Hochsommerlich mit vereinzelten Gewittern, zum Wochenende im Norden Wolken und etwas Regen. Es werden 29 bis 35 Grad erreicht, etwas kühler kann es örtlich an der See und im Bergland sein. Der schwache, zeitweise auch mäßige Wind kommt aus Ost bis Südost. In der Nacht zum Freitag ist es gering bewölkt oder klar und trocken. Die Temperatur sinkt auf 21 bis 12 Grad. Am Freitag beginnt der Tag verbreitet sonnig, am Nachmittag ziehen in den Nordwesten auch dichtere Wolkenfelder herein, aus denen hier und da ein paar Tropfen fallen können. In den übrigen Gebieten kann es vereinzelte Gewitter geben, meist bleibt es aber trocken. Die Höchstwerte liegen im Norden um 30, im den übrigen Gebieten bei bis zu 34 Grad. Nur an der See bleibt es etwas kühler. Der Wind weht meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zu Samstag ist es im Norden wechselnd oder stark, sonst dagegen meist gering bewölkt oder sogar klar. Im Norden kann es lokal etwas Regen geben. Die Tiefstwerte liegen zwischen 21 und 13 Grad. Am Samstag gibt es im Norden mehr Wolken, in der Mitte und im Süden ist es verbreitet freundlich. In der Norddeutschen Tiefebene, später aber auch im Westen bilden sich Schauer und einzelne Gewitter. Die Maxima der Temperatur werden bei 30 bis 33 Grad erwartet, im Norden liegen sie um 27 Grad. Der meist östliche Wind weht überwiegend schwach. In der Nacht zu Sonntag bleibt es im Norden und Westen bei Schauern und kurzen Gewittern, die sich allmählich abschwächen. Sonst ist es gering bewölkt oder klar. Die Frühtemperaturen liegen bei 21 bis 15 Grad. Am Sonntag zeigen sich im Norden erneut mehr Wolken als im Süden, am Montag ist es allgenmein wechselnd bewölkt. Es kommt zu etwas Regen, lokal auch zu Schauern und Gewittern. Meist liegen die höchsten Temperaturwerte zwischen 25 und 32 Grad, lokal auch darüber, an den Küsten um 22 Grad. In den Nächten zu Montag und Dienstag liegen die Tiefstwerte um 16 Grad.(proplanta)

24.08.2016PolitikBMEL relativiert Unterstützung

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bestätigt grundsätzlich Zusagen für zusätzliche nationale Unterstützungszahlungen. Die Höhe bleibt zunächst offen.

Über die Beteiligung an dem von der EU bereitgestellten Hilfsprogramm für die Landwirtschaft hinaus will des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zusätzlich Geld bereitstellen, so der Sprecher des Ministers. Dafür sei jedoch eine Beteiligung der Länder angezeigt. Als Beispiel für eine Bund-Länder Finanzierung nannte der Sprecher die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK). In dieser sei im Regelfall eine Bund-Länder Verteilung der Kosten im Verhältnis 60 zu 40 festgelegt.

Eine Bestätigung der am vergangenen Freitag vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, getroffenen Aussage zum Umfang der Bundesmittel in Höhge von 60 Mio. € geht aus der Mitteilung nicht hervor. "Sollten sich Überlegungen über weitere Programme zur Stützung der bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland konkretisieren, wird Bundesminister Schmidt nach erfolgten Gesprächen mit allen beteiligten darüber informieren", so der Sprecher.(Quelle:AZ)

24.08.2016WirtschaftBauern gehen auf Barrikaden

In Frankreich haben Milchviehhalter aus Protest gegen zu niedrige Preise ein Werk des Molkereikonzerns Lactalis blockiert. Die Aktion soll noch mehrere Tage andauern. Französischen Medienberichten zufolge werfen die Landwirte dem Konzern vor, trotz der ohnehin schon niedrigen Preise noch weniger für die Rohware zu bezahlen als andere Molkereien - die Rede ist von einer Differenz von 10 bis 30€ je 1.000l Rohmilch. Am späten Montagabend hätten sich vor dem Werk nahe der westfranzösischen Stadt Laval etwa 400 Menschen versammelt. Die Aktionen sollen laut TV-Sender BFMTV über mehrere Tage hinweg fortgesetzt werden, berichtet lebensmittelzeitung.net.Der französische Konzern Lactalis ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Milchprodukte und am deutschen Markt mit den Marken Präsident, Galbani und Salakis vertreten. Lactalis hat angeboten, die Gespräche mit den französischen Bauern über eine Anhebung des Milchpreises wieder aufzunehmen. "Das Thema sind aber nicht einige Euro mehr oder weniger, das Thema muss sein, einen Weg aus der Krise zu finden", sagte Unternehmenssprecher Michel Nalet dem Sender Europe1.Proteste auch hierzulande: Auch in Deutschland kommt es wegen der angespannten Lage auf dem Milchmarkt gerade wieder zu Protesten: Am Montagmorgen hatten rund 50 deutsche Bauern ein Zentrallager von Aldi im niedersächsischen Hesel über mehrere Stunden blockiert. Sie machen den größten deutschen Discounter für den Milchpreisverfall mitverantwortlich. (Quelle:AZ)

23.08.2016WirtschaftHöhenflug der Bodenpreise bremst ab

Der Höhenflug der Bodenpreise flacht in den meisten Bundesländern ab. Ausnahme sind die ostdeutschen Bundesländer und Bayern, wo es weiterhin zweistellige Zuwachsraten gibt. DBV-Präsident Joachim Rukwied sieht darin die schwierige Erlössituation auf den Betrieben gespiegelt.Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen sind 2015 im bundesdeutschen Durchschnitt um 8 Prozent auf 19.578 €/ha gestiegen. Das zeigt die jährliche Kaufpreisstatistik, die das Statistische Bundesamt turnusgemäß Mitte August veröffentlicht hat. Zwischen den Bundesländern und Regionen gibt es allerdings weiterhin große Unterschiede, sowohl was den Kaufpreis als auch was die Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr anbelangt.Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bleiben Spitzenreiter: Bayern bleibt vor Nordrhein-Westfalen das Land, wo landwirtschaftliche Flächen am teuersten sind. Im Durchschnitt kosteten im Jahr 2015 Agrarflächen dort 47.358 €/ha, ein Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Nordrhein-Westfalen fielen die Preise je Hektar im Mittel jedoch wieder unter die 40.000-der Marke und lagen 2015 mit 38.720 €/ha sogar niedriger als 2014. Niedersachsen rangiert auf Platz drei mit 30.713 €/ha und einer Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr von 6 Prozent.In Ostdeutschland gibt es gegen den Trend hohe Wachstumsraten.Anhand der Bodenpreise ist immer noch die alte Aufteilung in alte und neue Bundesländer sichtbar. In vier der fünf ostdeutschen Bundesländer stiegen die Kaufwerte für Acker- und Grünland im zweistelligen Bereich. Spitzenreiter ist Brandenburg mit einem Zuwachs von 22 Prozent. Aber auch in Sachsen-Anhalt (plus 18 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (plus 15 Prozent) und Thüringen (plus 11 Prozent) schnellten die Bodenpreise weiterhin ungebremst in die Höhe. Lediglich in Sachsen fiel der Anstieg der Bodenpreise mit 6 Prozent im Mittel moderat aus.

Sinkende Preise, Stillstand und moderates Wachstum im alten Westen. In den vormals alten Bundesländern bremste mit der Ausnahme von Bayern der Anstieg der Bodenpreise 2015 hingegen ab. In Nordrhein-Westfalen (minus 3 Prozent), Hessen (minus 2 Prozent) und dem Saarland (minus 1 Prozent) gab es sogar einen Rückgang der Kaufwerte. In Schleswig-Holstein sind die Kaufpreise 2015 im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant geblieben (plus 1 Prozent). In Niedersachsen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stiegen die Bodenpreise im Mittel um sechs bis sieben Prozent.

Gesunkene Erlöse bieten wenig Spielraum für Landwirte auf dem Bodenmarkt: Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, äußerte sich erleichtert über eine gedämpfte Entwicklung auf dem Bodenmarkt. Er erwarte sowohl für die Boden- als auch die Pachtpreise eine Seitwärtsbewegung, sagte Rukwied vor Journalisten in Berlin. Die gesunkenen Erlöse der Landwirte würden keinen Spielraum für höhere Pacht- und Bodenpreise bieten, so Rukwied weiter.Sorge vor außerlandwirtschaftlichem Kapital: Er äußerte dennoch die Sorge, dass Kapital von außerhalb der Landwirtschaft auf den Bodenmarkt fließe. Hinsichtlich des Insolvenzverfahrens beim Firmengeflecht der KTG Agrar äußerte Rukwied: „Ich bin nicht traurig, dass KTG insolvent ist“. Er bevorzuge eine Landwirtschaft, die auf Familienbetriebe ausgelegt ist, so Rukwied weiter.(Quelle:Topagrar)

23.08.2016WirtschaftLondon will EU-Agrarbeihilfen nach Brexit aus eigener Tasche finanzieren

Die britischen Landwirte können trotz der Entscheidung für den Austritt aus der Europäischen Union damit rechnen, dass das aktuelle Stützungsniveau im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) noch gut vier Jahre aufrechterhalten wird. Das hat ihnen zumindest der britische Finanzminister Philip Hammond vergangenen Samstag (13.8.) zugesichert. So sollen die Subventionen im Rahmen der Ersten Säule bis Ende 2020 aus eigener Kasse weitergezahlt werden, wenn der Brexit vorher vollzogen werden sollte. Außerdem kündigte Hammond an, dass alle Beihilfen im Rahmen der Zweiten Säule, die bis zur Vorlage des vorläufigen britischen Etats im Herbst dieses Jahres bewilligt worden seien, auch nach dem Brexit garantiert seien. Das solle auch für Subventionen aus dem Europäischen Meeresfund Fischereifonds (EMFF) sowie für Forschungsprojekte gelten, die im Rahmen des Programms Horizont 2020 unterstützt würden. Landwirtschaftsministerin Andrea Leadsom kündigte indes an, neue Ansätze für die Unterstützung der Landwirtschaft nach dem Brexit entwickeln zu wollen. Unterdessen begrüßte der Präsident des britischen Bauernverbandes (NFU), Meurig Raymond, die Unterstützungszusage aus London. „Wir freuen uns auch, dass wir nun mehr Klarheit über die Zukunft der Agrarumweltprogramme haben und werden mit der Regierung bei der Weiterentwicklung zusammenarbeiten“, sagte Raymond. Laut EU-Kommission erhielten die Farmer im Vereinigten Königreich 2015 Direktzahlungen im Rahmen der Ersten Säule von insgesamt 3,084 Mrd. Euro. Außerdem stehen im Zeitraum 2014 bis 2020 insgesamt 5,2 Mrd. Euro für regionale Entwicklungsprojekte zur Verfügung. (Quelle: proplanta)